1. Mittagessen (Catering)
Das gemeinsame Mittagessen wird über ein qualifiziertes externes Catering bereitgestellt, welches flexibel auf die Bedarfe der Sonderschule eingeht (z. B. pürierte Kostformen, striktes Allergenmanagement). Die Mahlzeit wird aktiv als pädagogisches Lernfeld genutzt: Die Kinder beteiligen sich beim Eindecken, beim Portionieren und erlernen alltagsnahe Kompetenzen und Tischkultur in einem geschützten Rahmen.
2. Erledigung der Hausübung (HÜ) & Rotationsprinzip
Diese Phase sichert die konsequente Erledigung und Fertigstellung der Hausübungen durch eine klare, nacheinander gestaffelte Gruppeneinteilung:
Gruppe 1 startet in der Hausübung: Diese Teilgruppe beginnt sofort hochkonzentriert mit der Lehrkraft. Jedes Kind erledigt seine Aufgaben im eigenen Lerntempo und erhält passgenaue kognitive Unterstützung. Die fertigen Aufgaben werden direkt im Mitteilungsheft gegengezeichnet.
Gruppe 2 startet im Freizeitteil: Parallel dazu befindet sich Gruppe 2 in der Obhut des Freizeitpersonals. Hier stehen Bewegung, basale Stimulation, Entlastung und spielerische Aktivitäten im Vordergrund, um einen reizarmen Ausgleich zu schaffen.
Fließender Übergang & Nachrücken: Sobald die Kinder aus Gruppe 1 ihre Hausübungen erfolgreich fertiggestellt haben, wechseln sie fließend in den Freizeitteil. Die Kinder aus Gruppe 2 kommen dann zur Hausübungsstunde dazu, um erholt und konzentriert ihre Aufgaben mit der Lehrkraft zu erarbeiten.
3. Viel Aufenthalt im Schulgarten (Natur & Bewegung)
Der Schulgarten ist ein fundamentaler Bestandteil unseres Tagesablaufs und wird zu jeder Jahreszeit intensiv genutzt. Er bietet den notwendigen Ausgleich zum kognitiven Arbeiten und fördert die ganzheitliche Entwicklung:
Sinnliche Wahrnehmung & Basale Erfahrung: Das Erleben von Naturmaterialien (Erde, Wasser, Blätter, Rinde) bietet wichtige sensorische Reize, besonders für Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen.
- Motorischer Ausgleich: Großflächige Bewegungsangebote (wie barrierefreies Erleben, Schaukeln, Klettern oder Laufen) helfen, überschüssige Energie abzubauen, die Körperspannung zu regulieren und die Grobmotorik gezielt zu stärken.
- Reizreduktion im Freien: Die Natur wirkt als natürlicher Ruheraum. Sie mindert Stress, beugt Überreizungen nach der Hausübungsphase vor und stärkt durch den täglichen Aufenthalt an der frischen Luft das Immunsystem
4. Gesunde Jause am Nachmittag
Die Nachmittagsjause fokussiert auf frische, vitaminreiche und zuckerarme Lebensmittel. Die Zubereitung erfolgt gemeinsam mit den Kindern, um basale Fertigkeiten im Umgang mit Lebensmitteln, die Feinmotorik (Schneiden, Streichen) und das Bewusstsein für gesunde Ernährung spielerisch zu schulen.
5. Freizeitteil (Bedürfnisorientierte Gruppenteilung)
Nach der Hausübungsphase wird die Gruppe im Freizeitteil nach aktuellen Bedürfnissen getrennt:
- Aktivgruppe: Fokus auf Bewegung, laute Spiele, Rhythmik und Auspowern im Garten oder Turnsaal.
- Ruhegruppe: Fokus auf Entlastung, reizarme Rückzugsmöglichkeiten, Snoezelen, Vorlesen oder sanfte basale Stimulation.
6. Feste im Jahreskreis
Feste wie Halloween, Nikolaus und Weihnachten werden strukturiert, reizarm und angstfrei gestaltet. Sie dienen der Orientierung im Jahreskreis. Reizüberflutungen werden durch klare visuelle Abläufe, vertraute Bezugspersonen und geschützte Rückzugsräume konsequent vermieden.
